„Ich freue mich, bin entspannt und mache mir deutlich weniger Druck als beim letzten Mal.“

Für Jessica von Bredow-Werndl wird Omaha das vierte Weltcup-Finale nach Lyon, Las Vegas und Göteborg im vergangenen Jahr. Ihr Partner ist ihr Championats-erprobter Unee und er sei ‚extrem gut drauf’, betont die werdende Mutter. „Unee hat schon in Las Vegas bewiesen, wie gut er das Reisen verkraftet und ihm war damals auch egal, ob das Wasser nach Chlor schmeckt“, ergänzt sie lachend. Während vielen Pferden Apfelsaft ins Wasser gemischt wurde, um sie zum Trinken zu bewegen, hat Unee das amerikanische Wasser vom ersten Moment an mit Genuss getrunken.
Am Freitag, 24. März, wird Unee mit einer Pflegerin und einem Fahrer nach Amsterdam reisen, dort wird übernachtet und am Samstagmorgen um 7.00 Uhr geht der Flieger gen Omaha. Während des Fluges kümmert sich Isabell Werths Pflegerin Steffi um die beiden deutschen Dressurkandidaten. Unees ständiger Pfleger, Soltán, wird schon vorfliegen, so dass er den Hengst vor Ort direkt in Empfang nehmen kann. Vom Flughafen geht es für 48 Stunden in Quarantäne. Viermal pro Tag dürfen die Pfleger in Schutzanzügen zu ihren Schützlingen und sie führen. Am Montagmittag ist die Quarantäne vorbei, dann kann es losgehen. „Ich werde dieses Mal auch schon früher hinfliegen und am Samstag in Omaha ankommen“, erzählt Jessica von Bredow-Werndl. „Dann habe ich vor Ort noch zwei Tage Zeit, mich zu akklimatisieren, und am Montag sind Unee und ich ausgeruht und fit zum Losreiten.“
Das Weltcup-Finale 2017 möchte Jessica von Bredow-Werndl auf jeden Fall „ganz entspannt genießen“. Beim ersten Mal in Lyon 2014 sei sie sehr aufgeregt gewesen, beim letzten Mal in Göteborg 2016 sei der Druck groß gewesen. „In Göteborg sind damals einige gute Paare ausgefallen. Da habe ich mir selbst eine Menge Druck gemacht, weil ich wusste, der Sieg war möglich. Am Ende ist es dann ‚nur’ Platz drei geworden. Jetzt möchte ich das Finale in Omaha mit Unee einfach genießen, zumal es unser letzter großer Auftritt sein wird vor der Babypause, und natürlich mein Bestes geben.“
Beide Bundestrainer werden in Omaha vor Ort sein und die beiden deutschen Kandidaten unterstützen: Cheftrainerin Monica Theodorescu ebenso wie Co-Trainer Jonny Hilberath. Mit dem Team Unée reisen außerdem die Eltern der Reiterin und auch Pferdebesitzerin Beatrice Bürchler mit in die Staaten und drücken die Daumen.