In Zukunft möchte sich die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin hauptsächlich dem Training ihrer Schüler widmen.

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Die 59-Jährige hat alles erreicht. Sie war bei zwei Olympischen Spielen dabei und kam mit zweimal Mannschaftsgold, Einzelsilber und Einzelbronze nach Hause. Von zwei Weltreiterspielen nahm sie zweimal Mannschaftsgold und zweimal Einzelbronze mit. Bei zwei Weltcup-Finals stand sie ganz oben auf dem Treppchen und zwei ihrer vier Teilnahmen bei Europameisterschaften beendete sie mit Doppelgold. „Wenn ich in meinen Schrank mit den Medaillen gucke, denke ich an eine sehr aufregende, erfüllende und schöne Zeit“, blickt Ulla Salzgeber zurück. „Aber jetzt sind die Jüngeren dran und ich bin jetzt lieber diejenige, die den Jüngeren auf ihrem Weg nach ganz oben hilft.“

Neben ihrer reitsportlichen Karriere war Ulla Salzgeber schon immer eine passionierte Trainerin. Das Training ihrer Schüler soll künftig absolut im Mittelpunkt stehen. „Ich trainiere wahnsinnig gerne und mit großer Leidenschaft“, betont sie voller Überzeugung. „Und ich möchte meine Zeit noch gezielter für meine Schüler und ihre Begleitung zu den Turnieren nutzen können.“ Natürlich werde sie auch weiterhin im Sattel sitzen und Pferde ausbilden – „Das Ausbilden hat mir immer am meisten Spaß gemacht.“ – vielleicht wird man sie auch noch mal mit einem Nachwuchspferd auf einem nationalen Turnier sehen, aber internationale Starts kommen für die Pferdefrau nicht mehr in Frage. „Ich habe noch einige sehr talentierte Pferde im Stall“, erzählt Ulla Salzgeber, „aber ich möchte sie in fördernde Hände abgeben. Die Zeit des internationalen Sports ist für mich vorbei, aber diese Pferde haben trotzdem ihre Chance verdient.“