Langehanenberg, Werndl und Wandres starten zum Auftakt in Herning


Drei deutsche Reiter treten zum Auftakt der internationalen Hallensaison mit ihren Pferden die Reise gen Norden an. Im dänischen Herning feiert die Westeuropa-Liga des Dressur-Weltcups 2019/2020 ihre Auftakt-Veranstaltung. Deutschland wird mit Helen Langehanenberg, Benjamin Werndl und Frederic Wandres vertreten sein. Titelverteidigerin Isabell Werth will zwei Wochen später in Lyon in das Geschehen eingreifen.
Bei elf Qualifikationsturnieren der Westeuropa-Liga haben die Reiter eine Chance, Punkte für die Teilnahme am Weltcup-Finale zu sammeln. Die neun Punktbesten dürfen beim Finale in Las Vegas im April 2020 starten – jedoch wie gewohnt nur drei Vertreter einer Nation. Ein Platz ist bereits für Isabell Werth reserviert, die das Weltcup-Finale zuletzt dreimal in Folge mit Weihegold OLD gewann. Auch in dieser Saison setzt die Welt- und Europameisterin wieder auf die Oldenburger Stute. Mit dem Westfalen Emilio will Werth zudem ein zweites Pferd für das Finale qualifizieren.
Um die beiden verbleibenden Finalplätze müssen gleich mehrere deutsche Reiter kämpfen. In Herning wird Helen Langehanenberg mit ihrem Damsey FRH starten, mit dem sie in der vergangenen Saison Dritte im Weltcup-Finale wurde. Benjamin Werndl hat sich in diesem Frühjahr mit Daily Mirror erstmals für das Weltcup-Finale qualifiziert. Die beiden schlossen ihre Premiere in Göteborg auf Platz zwölf ab. Der dritte Herning-Starter im Bunde ist Frederic Wandres, der mit Duke of Britain vergangenes Jahr seine erste Weltcup-Saison bestritt und auf Anhieb den Sieg in London einfuhr. Für eine Finalqualifikation hat es am Ende knapp nicht gereicht – klar, dass er es dieses Jahr erneut versuchen will.


Auch in Osteuropa auf Punktejagd
Sowohl Werndl als auch Wandres haben in dieser Saison bereits Weltcup-Punkte gesammelt – Werndl wurde mit dem zehnjährigen Famoso OLD in Budapest Vierter, Wandres siegte mit Westminster im tschechischen Brno, beides Turniere der Zentraleuropa-Liga. Viele Reiter nutzen die Turniere der Zentraleuropa-Liga als Weltcup-Einstieg für ihre Nachwuchspferde. Eine Woche nach Herning steht erneut eine osteuropäische Qualifikation auf dem Programm, nämlich im polnischen Zakrzow. Dort werden Dorothee Schneider, Sönke Rothenberger und Helen Langehanenberg antreten. Letztere will in Polen erstmals die elfjährige Annabelle an den Weltcup heranführen. Schneiders Faustus wird zum zweiten Mal Weltcup-Luft schnuppern. Sönke Rothenberger startete Anfang Oktober in Budapest erstmals mit Santiano im Weltcup und sammelte dort die ersten Punkte. In Zakrzow sollen weitere dazukommen.
Eine Woche später in Lyon plant Rothenberger dann seinen Start mit Cosmo. Ebenfalls in Frankreich werden Titelverteidigerin Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl vertreten sein. Die Bayerin stieg, genau wie ihr Bruder, bereits in Budapest in den Weltcup ein. Dort belegte sie mit Zaire-E als beste Deutsche Platz zwei.
Bei den Heim-Weltcups in Stuttgart und Neumünster stehen für die deutschen Reiter mehr Startplätze zur Verfügung.


Die Weltcup-Stationen 2019/2020 der Westeuropa-Liga im Überblick:
Herning/DEN 17.-20. Oktober
Lyon/FRA 30. Oktober bis 3. November
Stuttgart 13.-17 November
Madrid/ESP 28. November bis 1. Dezember
Salzburg/AUT 4.-8. Dezember
London/GBR 16.-22. Dezember
Mechelen/BEL 26.-30. Dezember
Amsterdam/NED 23.-26. Januar
Neumünster 13.-16. Februar
Göteborg/SWE 19.-23. Februar
s’Hertogenbosch/NED 12.-15. März
Finale in Las Vegas/USA von 15.-19. April

Quelle: fn-press