Mit drei Pferden unter den Top Ten der Welt – aber was bedeutet das? Im Gespräch mit Isabell Werth…

dressursport-deutschland.de: Bella Rose ist die Nummer eins, Weihegold Nummer zwei und Emilio Nummer neun der Welt – was bedeutet Ihnen das?
Isabell Werth: Das ist natürlich für mich als Reiterin und Ausbilderin, vor allem als Ausbilderin, eine Auszeichnung. Bei den Springreitern ist das anders, bei ihnen ist die Weltrangliste nur auf die Reiter bezogen, egal mit welchen oder mit wie vielen Pferden. Bei uns sind die Weltranglistenpunkte auf die Pferde bezogen. Das hat eine andere Bedeutung.

dressursport-deutschland.de: Apropos Bedeutung – die Bedeutung der Weltrangliste hat sich verändert…
Isabell Werth: Ja, absolut, die Weltrangliste hat an Wichtigkeit zugenommen. Früher gab es die Weltrangliste praktisch nur auf dem Papier, heute hat sie auch sportlich Bedeutung. Bei den meisten Turnieren wird in Gruppen nach der Weltrangliste ausgelost.

dressursport-deutschland.de: Es gibt natürlich auch Kritiker, die sagen, dass diese Art der Auslosung ungerecht sei.
Isabell Werth: Das stimmt, aber auf der anderen Seite sind die Punkte keinem geschenkt worden, die sind erarbeitet. Und es gibt durchaus Beispiele, bei denen sich beispielsweise junge Pferde, die noch nicht so viele Weltranglistenpunkte haben, trotzdem durchgesetzt haben, obwohl sie am Anfang gestartet sind.

dressursport-deutschland.de: Ein kurzer Blick in Ihre nahe Zukunft. Was sind Ihre Pläne?
Isabell Werth: Emilio und Weihegold sind für die Weltcup-Saison geplant. Emilio soll in Lyon einsteigen, dann werde ich wohl beide Pferde mit nach Stuttgart nehmen und Weihe soll noch Stockholm und Salzburg gehen – so ist der Plan im Moment. Quintus möchte ich langsam in den internationalen Sport einführen und dann muss ich noch überlegen, wann und wo ich Johnny einsetze.

dressursport-deutschland.de: Ein bedeutender Name fehlt: Bella Rose?
Isabell Werth: Bella macht über den Winter komplett Pause.