Vier Fragen an Jessica von Bredow-Werndl…

 

Sieg im Grand Prix mit 74,20 Prozent. Sieg in der Inter II mit 76,009 Prozent. Sieg in der S10, dem Finale der Serie 'Stars von morgen' mit 75,155 Prozent – ein Wahnsinnswochenende auf Gut Ising für Jessica von Bredow-Werndl und den zehnjährigen Florencio-Sohn Ferdinand BB.

dressursport-deutschland.de: Ein Wochenende, drei Prüfungen, drei Siege und vor allen Dingen mit Topnoten – haben Sie das von Ferdinand erwartet?
Jessica von Bredow-Werndl: (lacht) Sagen wir es mal so: Ich wusste, dass sehr viel in ihm steckt. Aber ich bin schon wahnsinnig stolz auf ihn. Der Grand Prix war sein erster langer Grand Prix und in den anderen beiden Prüfungen hatte ich Wechselfehler. Das bedeutet: Überall ist noch Luft nach oben und dann sind die Noten ja schon sehr hoch – das macht Lust auf mehr mit Ferdl.

dressursport-deutschland.de: Im vergangenen Jahr hatten Sie ihn noch vom Finale des Louisdor-Preises zurückgezogen, weil Sie das Gefühl hatten, er brauche noch mehr Zeit. Zehn Monate später: Alles richtig gemacht?
Jessica von Bredow-Werndl: Ja, ich glaube schon. Dieser Erfolg und vor allen Dingen das Gefühl auf Ferdinand sind meine Bestätigung. Ich hatte letztes Jahr noch das Gefühl, dass er in der Piaffe noch nicht ausbalanciert genug war und auch koordinativ nicht sicher genug. Die Piaffe hat sich seitdem so verändert, dass sie jetzt schon zu einer Stärke von ihm geworden ist. Schon mehrfach hat er die 8 dafür bekommen.

dressursport-deutschland.de: Das Louisdor-Preis-Finale steht Mitte Dezember in Frankfurt an. Haben Sie vorher noch Turniere mit Ferdinand geplant?
Jessica von Bredow-Werndl: Nein, er soll kein Turnier mehr vorher gehen. Ich werde ihn aber noch nach Stuttgart zum Training mitnehmen.

dressursport-deutschland.de: Ihr Bruder hat beim Weltcup-Turnier in Herning aufgetrumpft, Sie mit drei Siegen auf Gut Ising. Wie würden Sie dieses Wochenende überschreiben?
Jessica von Bredow-Werndl: Mit einem Wort: 'Geschwister-Power!' Es macht einfach totalen Spaß, diesen Weg gemeinsam mit meinem Bruder zu gehen. Ich bin unglaublich stolz auf ihn und seine Entwicklung.