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Heute feiert der internationale Fünf-Sterne-Richter Dr. Dietrich Plewa seinen 65. Geburtstag. Dressursport-Deutschland hat ihm drei Geburtstagsfragen gestellt:

Dressursport-Deutschland: Wir spielen Geburtstagsfee und Sie haben bei uns einen Wunsch als Richter frei?
Dietrich Plewa: Ich würde mir wünschen, dass das Ansehen der Richter in der Öffentlichkeit und in der Presse gesteigert wird – und zwar durch gute, objektive und fachlich begründete Richterurteile.

D-D.: Ein herausfordernder Wunsch! Sie sind seit etwa 30 Jahren als Richter aktiv, seit Ende der 90er sind Sie internationaler Richter, seit Anfang 2009 Fünf-Sterne-Richter. Was war in all der Zeit Ihr schönstes ‚richterliches’ Erlebnis?
D.P.: Das Schönste am Richten sind immer wieder die Überraschungen, die mir zeigen, dass Dressurrichten und –reiten keine statische Angelegenheit ist. Ich habe schon ein paar Newcomer erlebt, Auftritte von neuen Paaren, die überrascht haben. Dazu gehören beispielsweise einige Auftritte von Totilas und Matthias Rath, immer unter der Prämisse, dass die beiden wahnsinnig unter Druck standen. Dazu gehört die erste Entdeckung von Dablino noch in der kleinen Tour, aber auch einige andere Pferde wie zum Beispiel Desperados. Desperados habe ich seit zweieinhalb Jahren gerichtet und begleitet. Und da gibt es noch einige mehr. Das waren Begegnungen, bei denen mir Schauer über den Rücken liefen und man mit den Noten voll in die Kiste greifen konnte.

D-D.: Sie sind nicht ‚nur’ Richter, Sie reiten auch selbst noch aktiv und geben Unterricht und Lehrgänge. Was ist wichtiger für Sie?
D.P.: Das Reiten und Ausbilden bedeutet mir noch mehr. Wenn es mein Beruf erlaubt, reite ich jeden Tag zwei Pferde, darunter auch einen Vierjährigen, was mir sehr viel Spaß macht. Und ich unterrichte zwei bis drei Reiter am Tag. Für mich ist es die schönste Aufgabe, den Reitern zu vermitteln, dass Pferde genau solche Individuen sind wie wir. Dass man mit Pferden in Kommunikation treten und ihr Individuum erforschen muss.