Get Adobe Flash player

Eigentlich wollte er mit seinem elfjährigen Santiano schon auf dem Weg zum Weltcup-Turnier nach Lyon sein, aber es kam anders.

dressursport-deutschland.de: Sönke, Lyon fällt leider für Dich aus, warum?
Sönke Rothenberger: Ja, leider. Meine Mutter hatte vor vier Monaten einen Unfall, hat sich am rechten Knie Kreuzband und Menikus gerissen und musste operiert werden. Das war inzwischen wieder gut, jetzt hat sie sich aber vor ein paar Tagen das Kreuzband im linken Knie abgerissen und musste heute wieder operiert werden. Da ich in letzter Zeit hauptsächlich mit ihr und Santiano trainiert hatte und das sehr gut geklappt hat, wollte ich gerne, dass sie bei unserem nächsten Start dabei ist. Das ging nun leider nicht, deshalb habe ich das Turnier lieber abgesagt und warte die drei bis vier Wochen, bis meine Mutter wieder fit genug ist, um mitfahren zu können. Dieses Jahr steckt bei uns wirklich der Wurm drin.

dressursport-deutschland.de: Woran genau habt Ihr seit Santianos letztem Auftritt beim Weltcup-Turnier in Budapest gearbeitet?
Sönke Rothenberger: Santiano ist zwar 'schon' elf, aber er hat noch sehr wenig Erfahrung. Er macht die einzelnen Lektionen schon sehr gut, aber manchmal war er in den Übergängen während der Prüfung noch unsicher. Zum Beispiel beim Angaloppieren aus der Passage, beim Durchparieren vom Galopp zum Trab oder bei der Ausleitung aus der Pirouette. Also haben wir in den vergangenen Wochen immer wieder kleine Abschnitte aus dem Grand Prix geübt – mit den Übergängen, um ihm noch mehr Sicherheit zu geben. Er muss noch lernen, die Prüfung aus einem Guss zu zeigen. Aber ich muss einfach immer wieder ihm zugute halten: Er kann das auch noch gar nicht können. Er hat wirklich noch wenig Turniererfahrung.

dressursport-deutschland.de: Wann und wo ist jetzt Euer nächster Start geplant?
Sönke Rothenberger: Das steht noch nicht ganz fest. Ich muss erst klären, wo noch Kontingente frei sind. Ich würde schon gerne noch ein paar Weltcup-Stationen mit Santiano reiten. Diese Serie ist super für ihn, um Erfahrung zu sammeln – auch auf großen Turnieren. Alles andere klappt wirklich gut, die Lektionen kann er alle, er ist im Umgang und beim Reiten viel einfacher geworden, jetzt braucht er nur noch ein bisschen mehr Turnier-Erfahrung.

dressursport-deutschland.de: Was macht Cosmo? Ist er schon in der Winterpause?
Sönke Rothenberger: Nein, mit Cosmo möchte ich auch gerne in der Hallensaison noch ein, zwei ausgesuchte Turniere reiten, aber wir wissen noch nicht genau wo.