Nach EM-Gold mit der Mannschaft gewinnt Ann-Kathrin Lindner heute in der Schleyerhalle auch das Finale des iWest-Cups.

 

Auch wenn dieses Serienfinale 'nur' in einer Inter-I-Kür entschieden wurde, war das heute ein ganz besonderer Erfolg für die 23-jährige Physiotherapeutin. Im vergangenen Jahr hatte sie das Finale auch gewonnen, damals im Sattel von Sunfire, mit dem sie in diesem Jahr zum U25-Euro-Team gehörte. „Dieses Jahr war das erste Mal, dass ich mit eigenem Pferd im Finale war“, erklärt Lindner und strahlt. „Wir haben Dulcia dreijährig auf der Auktion entdeckt. Keiner wollte sie Probe reiten...“ Das Vorreiten durch die Auktionsreiter war ernüchternd. Die Stute war aufgeregt, verspannt und riss den Kopf hoch. „Ich weiß nicht, warum, aber ich habe mich sofort wohl auf ihr gefühlt.“ Am Tag der Auktion lag das Auktionszentrum in tiefen Schnee gehüllt, nur wenige Bieter hatte den Weg nach Vechta gefunden. Zuschlag für Familie Lindner! „In der ersten Woche bin ich siebenmal von ihr runtergeflogen.“ Aber Ann-Kathrin hat die Zähne zusammengebissen und sich durchgekämpft. „Ich habe mir viel Zeit mit ihr gelassen. Und es wurde besser und besser.
Mit 73,80 Prozent sicherte sich die Kaderreiterin den Sieg. Gefeiert wird erst am Samstag, verrät sie, denn morgen früh geht sie beim nächsten Finale in der Schleyerhalle an den Start: beim 20. Finale des Piaff-Förderpreises. Dann wird sie im Sattel des 15-jährigen Rheinländers Flatley sitzen.

Start der Prüfung: Freitagmorgen 8.00, ClipMyHorse.TV überträgt live.

Wer mehr über Ann-Kathrin Lindner erfahren möchte: Hier geht's zum dressursport-deutschland.de-Porträt von Ann-Kathrin Lindner