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Sieg Ü80-Prozent für Weihegold, Personal Best für Dalera, Top Sechs für deutsche Kaderreiter – der Grand Prix von Stuttgarts Weltcup-Tour war ein Dressursport-Spaß der Extraklasse.

 

Stuttgart war das erste Turnier für die dreifache Weltcup-Siegerin Weihegold OLD seit Cappeln im Juli: Sieg in Stuttgarts Weltcup-Grand Prix mit 81,565 Prozent! Die 14-Jährige war 'an', ließ sich aber von der erfahrenen Hand Isabell Werths leiten und gab – wie immer – ihr Bestes! „Das war bei Weihegold schon von Anfang an so“, bemerkte Besitzerin Christine Arns-Krogmann gerührt am Viereck-Rand und beobachtete ihre Siegerin. „Sie will immer alles für den Reitern geben. Das hat sie auch so groß gemacht!“ Es lief noch nicht alles komplett wie am Schnürchen, mal titschte sie beispielsweise mit dem rechten Hinterbein in der Piaffe auf oder sie ließ in den Einerwechseln etwas Spannung aufkommen. Momente, die zeigten: Auch die dreifache Weltcup-Siegerin ist keine 'Maschine'. Und dann kam sie wieder, die Lieblingslinie der Rappstute, die Schlusslinie. Gibt es ein Pferd, das mehr Spaß und Energie auf dieser Linie zelebriert? Die letzten Meter bis zum Schlussgruß musste Isabell Werth sehr ruhig sitzen, damit der Übereifer der Stute nicht zu heftig wurde.
Neunmal hat Werth schon die Kür in Stuttgart gewonnen, die dieses Jahr zum achten Mal zur Weltcup-Tour gehörte. Zweimal, 2016 und 2017, war ihre Siegpartnerin dabei Weihegold. Morgen könnte Werth …

Eine grandiose Vorstellung gelang außerdem Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB. Sie knackten ihren eigenen internationalen Grand Prix-Rekord mit 79,848 Prozent. Das Paar zeigte super ausdrucksvolle Piaff-Passage-Touren, eine tolle, sichere und gut durchgesprungene Galopp-Tour und wie gewohnt punktete diese Reiterin mit sehr hohen Schlussnoten für Sitz und Einwirkung: zweimal 8,5, dreimal 9,0. „Ich hatte heute wirklich ein sensationelles Gefühl!“, strahlte die 33-Jährige. Ihre Devise für die Kür morgen: „Ich werde Gas geben!“
Super zufrieden war auch Mannschaftsweltmeistern Dorothee Schneider mit DSP Sammy Davis jr. Das Paar erreichte 77,761 Prozent und landete auf Platz drei. Mit leichten Abstrichen in der Schritt-Tour bot der elegante San Remo eine gleichmäßig gute Vorstellung, mit aktiven Piaffen und Passagen, sehr schönen Serienwechseln, in nahezu durchgehend gutem Seitenbild. Eine kleine 'Zusatzlektion' baute er ein, als er vor der zweiten Pirouette noch einen Einerwechsel einbaute. Die Schlussnoten waren bei der Reitmeisterin exakt dieselben wie bei Jessica von Bredow-Werndl: zweimal 8,5, dreimal 9,0.
Benjamin Werndl, der derzeit mit 30 Punkten auf Platz fünf des Weltcup-Rankings liegt, belegte mit Daily Mirror in Stuttgart Rang vier. Die beiden erreichten 75,717 Prozent. In manchen Momenten der Piaffe war 'Ken' heute etwas schüchtern und noch nicht mit Maximalausdruck unterwegs, ganz wunderbar aber war wieder seine herrlich durchgesprungene Galopp-Tour, speziell der starke Galopp.
Auch auf den Plätzen fünf und sechs folgten deutsche Paare: Helen Langehanenberg (Billerbeck) und Damsey FRH (74,109 Prozent) sowie Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) mit Duke of Britain (73,326 Prozent).


Die Weltcup-Kür beginnt am Samstag um 16.30 Uhr.