„Ich bin happy!“ Es läuft bei Helen Langehanenberg.

 

Heute ist sie mit dem Sieg im Prix St. Georges in das Weltcup-Wochenende in Neumünster gestartet. Mit dem neunjährigen Vitalis-Sohn Vayron erhielt sie 73,480 Prozent. „Einmal hat er in der Links-Traversale kurz gestockt, weil er einen Fleck auf dem Boden entdeckt hatte“, erzählt sie. „aber sonst war ich sehr zufrieden. Er war schon wieder viel entspannter. Er war in jungen Jahren einfach sehr wenig auf Turnier, da muss er jetzt noch ein bisschen Erfahrung sammeln dürfen.“ Zu Hause könne der Nürnberger Burg-Pokal-Finalist die einzelnen Lektionen des Grand Prix zwar schon, aber sie wolle ihm noch ein paar Trainingsturniere in der Kleinen Tour gönnen.
Morgen geht sie mit ihrem charmanten Riesen das erste Mal in einer Kür an den Start, in der Inter I-Kür. „Wenn wir schon mal da sind, kann er auch gleich ein bisschen in die Kür hinein schnuppern“, so Langehanenberg. Für Vayrons Kür-Premiere hat sie sich die Inter I-Kür von ihrer Bereiterin Sabrina Geßmann geliehen. „Jetzt noch schnelle eine neue Kür basteln, das hätte ich vor Neumünster nicht mehr geschafft.“
Na klar, in der Weltcup-Tour in den Holstenhallen tritt sie mit ihrem Kür-Spezialisten Damsey an. Das große Ziel: Las Vegas. „Damsey ist zwar 18, aber topfit und er liebt Hallenturniere und Kür sowieso. Wir hätten beide richtig Lust auf Las Vegas.“
Beim letzten Weltcup-Finale in Göteborg hat Damsey – nicht nur, aber auch – mit seiner Schlusslinie für Furore gesorgt: full speed und kaum bremsbar. An dieser letzten Linie hatte er immer wieder Spaß und hat sehr gerne Vollgas gegeben. „Diese Linie habe ich jetzt etwas abgeändert“, lacht die zweifache Mutter. „Ich fange mit dem starken Trab jetzt später an.“ So ist die Linie im starken Trab deutlich kürzer und Kür-Fan Damsey kann nicht ganz so viel ''Vorwärtsdrang entwickeln' :-)
Helen Langehanenberg genießt ihre Situation. Mit Annabelle und Hollywood hat sie zwei Pferde, die schon Grand Prix gewonnen haben. Frank Sinatra und Vayron sind auf dem Sprung in den Grand Prix-Sport und mit der siebenjährigen Ascenzione, die im vergangenen Jahr Fünfte bei der WM der jungen Dressurpferde wurde, hat sie ein Pferd in Richtung Burg-Pokal mit „unglaublichem Pi- und Pa-Talent.“
Dazu kommen einige vielversprechende Nachwuchspferd, wie beispielsweise der dreijährige Hengst Tesla, Prämienhengst der Westfalenkörung 2017. Und zwei nicht ganz unbekannte Neuzugänge, über die sie sich sehr freut, stehen auch noch bei ihr im Stall: der sechsjährigen Warendorfer Landbeschäler Zoom und der fünfjährige Escolar-Sohn Escamillo, Prämienhengst in Verden 2017. „Zoom hat die gleiche Abstammung wie Ascenzione, Zack x Don Schufro. Die Abstammung scheint irgendwie für mich gemacht. Und Escamillo ist hoch talentiert und bildschön. Das sind absolut tolle Pferde.“
Eine Pferdesituation, die definitiv spannend ist und Spaß macht. Kein Wunder, dass Helen Langehanenberg 'happy' ist!