Im Alter von 28 Jahren ist Mannschafts-Weltmeister Piccolino gestern, am 24. März, friedlich eingeschlafen.

 


24 Jahre lang war der Hannoveraner mit der starken Persönlichkeit ein Mitglied der Familie Husenbeth in Sottrum, die letzten elf Jahre hat er dort seinen Ruhestand genossen – bis zu seinem letzten Tag. „Gestern ist er noch quietsch-vergnügt auf seiner Koppel gewesen“, erzählt Nadine Husenbeth. „Er hinterlässt eine riesige Lücke. Seitdem ich denken kann, war Picocolino da.“
2002 ist Klaus Husenbeth mit dem Prince Thatch-Sohn Mannschafts-Weltmeister geworden, beständig gehörte das Paar zum deutschen Championatsteam. „Ich habe vorher Grand Prix-Pferde gehabt und ich habe nachher Grand Prix-Pferde gehabt, aber ich hatte nur einen Piccolino“, betont Klaus Husenbeth. „Er war ein unheimlich netter, freundlicher Typ und immer positiv eingestellt. Er stand immer an erster Stelle.“ 2008 hat Klaus Husenbeth die Zügel an seine Tochter Nadine übergeben. „Picco hat unser Leben bestimmt“, schmunzelt Nadine. „Er hat gesagt, wo es lang geht, auch als Rentner noch – wann er auf die Koppel möchte, wann wieder rein… Er hat bis zuletzt seine Rechte eingefordert und war immer der Erste, der im Stall beachtet wurde. Er war bis zuletzt der Chef.“ 'Der Chef' habe erst mit ihrem Vater alles erreicht, dann habe er ihr den Weg geebnet. Mit 'Picco' hat Nadine ihre ersten M- und S-Dressuren geritten, nicht immer lief es so wie geplant. „Wenn ich eine Volte auf der Mittellinie reiten wollte, hat er daraus eine Pirouette gemacht, in die Trabtour hat er gerne mal die Passage eingebaut. Er hat mich ganz schön auf Trab gehalten, aber ich habe alles von ihm gelernt.“

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Piccolino – ein außergewöhnlicher Athlet im Viereck, 'der Chef' bei Familie Husenbeth.