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Zweiter Start, zweiter Sieg für Emilio unter Isabell Werth beim internationalen Vier-Sterne-Turnier im österreichischen Achleiten. Und: Aller guten Dinge sind 26...

 

Nach dem Sieg im Grand Prix hat sich der Ehrenpreis-Sohn auch heute den Sieg in der Kür gesichert. Sein Ergebnis: 86,200 Prozent. Die A-Note wurden von den Richtern zwischen glatten 80,00 und 84,250 Prozent eingeordnet, die B-Note zwischen 89,00 und 92,00 Prozent. Die Junior-Hausherrin und Werth-Schülerin Victoria Max-Theurer folgte mit dem westfälischen Rock Forever-Sohn Rockabilly auf Platz zwei mit 81,225 Prozent. "Beim ersten Mal gleich so eine Kür – toll!", lobte Werth die Zweitplatzierte. "Auf Anhieb über 80 Prozent zu kommen ist schon sehr stark.“

Und zu ihrem eigenen Ritt: „Ein bisschen was geht noch. Ich hatte am Anfang in der Schritt- und in der Galopp-Tour leichte Nervosität, da war ich kurz hinter der Musik", resümierte Werth. "Das hat sich dann gefangen, war aber nicht optimal. Vielleicht habe ich ihn draußen etwas zu viel aufgepuscht.“ 86,20 Prozent – sehr gut, aber nicht das Ende der Fahnenstange: „Ein bis zwei Prozent sind noch drin", weiß Werth. "Seine Bestmarke liegt bei ungefähr 88 Prozent, ein bisschen Luft nach oben ist also noch. Das ist Jammern auf hohem Niveau, aber man sucht immer nach diesen paar Prozent. Anders geht es nicht, Stillstand bedeutet Rückschritt.“

Es war das 26. Mal, dass der 14-jährige Westfale die 80 Prozent in einer internationalen Prüfung auf Grand Prix-Niveau erreicht bzw. übertroffen hat. Das erste Mal ist ihm das im Mai 2016 in München im Grand Prix Special gelungen. Sein bisher höchstes Ergebnis erzielte Emilio international im Februar diesen Jahres in Neumünster. In der Weltcup-Kür hatte er dort 88,45 Prozent.

 

"Mit dieser Pandemie ist nicht zu spaßen!"
Es ist das 21. internationale Dressurturnier hier in Achleiten. Dennoch ist im Corona-Jahr 2020 alles neu. „Unser Sicherheitskonzept ist gut durchdacht, jetzt schauen wir, wie gut es alle Beteiligten auch umsetzen“, erklärt Gastgeberin Sissy Max-Theurer. Das erste Turnier an diesem Wochenende mit nur 15 Reitern sowie 26 Pferden gilt als Probelauf für die kommenden beiden CDI4*-Events, die von 23. bis 26. Juli und 14. bis 16. August stattfinden werden. Von der Meldestelle über die Stallungen bis hin zur Gastronomie baut alles auf die Abstandsempfehlungen und Hygienevorschriften der österreichischen Bundesregierung auf. Publikum ist vorerst nicht zugelassen. Das Richten funktioniert seit der Weltpremiere 2018 von 'eDressage' ohnehin kontaktlos. Schreiber und Richter sind im gut durchlüfteten Richterhäuschen durch eine Plexiglasscheibe getrennt. Die Zeltstallungen wurden erstmals ohne Stallgasse aufgebaut. „Wir haben Einheiten zu je fünf Boxen gestaltet und jede dieser Einheiten mit einer eigenen mobilen WC-Anlage versehen“, beschreibt Max-Theurer.

Die Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes will als Veranstalterin auch ein Zeichen setzen: „Das Virus wird uns leider wohl noch einige Zeit begleiten. Unser Sport muss aber trotz Corona weitergehen. … Wenn hier alles so abläuft wie geplant, können wir vielleicht schon beim nächsten Turnier 30 Reiter mit 40 bis 50 Pferden an den Start bringen. Schritt für Schritt und immer in dem Bewusstsein, dass mit dieser Pandemie nicht zu spaßen ist.“