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Louisdor-Station Bettenrode: Zwei Siege für Denoix, zwei Finaltickets für Greek Air und First Romance

 

Denoix PCH unter Reitmeister Hubertus Schmidt war das Maß der Dinge bei der zweiten Louisdor-Etappe in Bettenrode. Sieg in der Qualifikation mit 76,079 Prozent, Sieg in der Wertungsprüfung mit 76,512 Prozent. Aber da sich der achtjährige Destano-Sohn sein Finalticket schon in Hagen vor vier Wochen gesichert hatte, gingen die beiden Finaltickets, die pro Station vergeben werden, in Bettenrode an den neunjährigen Gribaldi-Sohn Greek Air (Z.: Gerd Küst, Bes.: Gert Saborowski) unter Emma Kanerva und an den zehnjährigen First Romance (Z.: Carolin Webder, Bes.: BG Kippert und Mann) unter Dorothee Schneider.
„Mit welcher Präzision sich dieser Hengst hier präsentierte, mit ganz viel Höhepunkten“, Kommentator Dr. Carsten Munk war von Denoix begeistert. „Das ging gleich mit den Zick-Zack-Traversalen los – mit gigantischem Kreuzen und Schwingen und Kadenz, alles dabei! Alles in allem eine tolle Runde.“
„Seitdem ich Opa bin, läuft das wie geschmiert, das war ein ganz tolles Wochenende für mich“, witzelte der Sieger Hubertus Schmidt nach Sieg Nummer fünf an diesem Wochenende. „Der Kleine, der turnt morgens mit mir, das ist schon die halbe Miete.“ Bereits am Sonntagmorgen hatte Schmidt mit Escorial den Grand Prix Special mit 74,183 Prozent gewonnen, das Paar hatte auch den Grand Prix dominiert. Dazu kam der Sieg in der zweiten Abteilung in der Qualifikation für die Finalqualifikation des Nürnberger Burg-Pokals mit Vainqueur mit 75,805 Prozent, und die Siege mit Denoix in beiden Louisdor-Prüfungen. Zu Denoix ergänzte Schmidt: „Dieses Pferd hat einen unheimlich positiven Geist, dieses Pferd ist ein Gedicht. Seit Hagen hat er sich wirklich noch mal stabilisiert, Piaff-Passage ist geschlossener geworden, er lernt einfach unheimlich schnell. Und er hat so viel Talent und ist so durchlässig, dass ich ihn wirklich nur wenig arbeiten muss. Er macht das toll.“

Platz zwei mit 75,302 Prozent an Greek Air unter Emma Kanerva. „Ein sehr zufriedenes, sympathisches Pferd“, lobte Munk den Zweitplatzierten, „der flüssig und gleichmäßig hier sein Programm absolviert. Mit deutlicher Federkraft im Trab. Mit Sicherheit ein Highlight: der Schritt! Ein Pferd, das lektionstechnisch absolut sein Handwerk beherrscht.“ Die Reiterin selbst kam aus dem Strahlen kaum heraus und lobte den Fuchs wieder und wieder. „Er hat den Winter und die Corona-Pause gebraucht, um in seinem Kopf nachzudenken“, erklärte Kanerva. „Letztes Jahr war er noch ein bisschen kindlich, …jetzt hört er super auf mich. Ich finde das ganz toll. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Nicht ganz so glücklich war Dorothee Schneider mit ihrem Burg-Pokal-Sieger First Romance, alias Roman. Denoix und Greek Air hatten ihre Runden nahezu fehlerfrei präsentiert, das will dem Bewegungskünstler Roman noch nicht immer gelingen. Wie in der Qualifikation drückten auch heute in der Wertungsprüfung einige Fehler die Note: Trotzdem bekam 'Roman' glatte 74 Prozent, was dafür spricht, welche Highlights er zu bieten hat. „Heute waren kleine Unebenheiten nicht zu übersehen“, kommentierte Munk. „Aber das ist ein Pferd mit ausgesprochen hoher Gangqualität und im Prinzip auch guter Durchlässigkeit, vielleicht heute etwas übereifrig. Aber: ein bisschen Esprit und Feuer brauchen die Pferde.“ Schneider weiß, dass sie da einen Star unter dem Sattel, der allerdings noch im Kopf reifen muss. „Er ist sehr facettenreich“, schmunzelt die Reitmeisterin. „Das Pferd hat viel Witz und Einfälle, auch mal Gegenargumente oder Ideen, aber es macht unheimlich Spaß, dieses Pferd auszubilden. Und ich glaube, dass er am Ende unheimlich viel Qualität mitbringt für das, was wir hier im Grand Prix-Sport wollen.“

Reinhard Richenhagen war Chefrichter der Prüfung und resümierte: „Das war heute eine Prüfung, da konnte man von der Note 3 bis 9, vielleicht sogar 9,5, alles geben – fantastisch! …Toller Sport, gutes Reiten und ganz ganz tolle junge Pferde.“ Co-Bundestrainer Jonny Hilberath ist ebenfalls ein großer Fan des Louisor-Preises, der von der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung gesponsert wird: „Wenn man diese Serie über Jahre verfolgt hat, allein schon die Qualität, wie die Pferde Piaff-Passage machen – wir hatten das in den Anfangsjahren immer noch sehr jungfräulich, gerade was die Versammlung angeht, heute haben wir schon so viel Reife und Grundqualität – das gibt Grund zu Hoffnung und Freude.“

Die bisher Qualifizierten für das Louisdor-Preis-Finale 2020
Hagen:
• Denoix PCH 78,450 % unter Hubertus Schmidt
• Gino 77,364 % unter Holga Finken

Bettenrode:
• Greek Air 75,302 % unter Emma Kanerva
• First Romance 74,000 % unter Dorothee Schneider

Die nächste Louisdor-Station ist in Verden vom 5.-9. August.