Mit 82,766 Prozent haben Helen Langehanenberg und Damon Hill den Grand Prix bei der Premiere der Weltcup-Tour in Stuttgart gewonnen. Persönliche Bestleistung für das Paar und ein fantastischer fehlerfreier Ritt.

„Für mich ist das fast ein bisschen unfassbar“, strahlte Langenhanenberg. „Wir haben seit London kein Turnier geritten und es fühlte sich alles so einfach an. Ich hatte das Gefühl, es war gar keine Arbeit für Dami, er hat sich da einfach so durchgetanzt.“ Nach London ist der Zwölfjährige zunächst abtrainiert worden und hat mit Joggen, Paddock und Waldausritten sein Leben genossen. Vor vier Wochen fing Langehanenberg dann wieder das ‚etwas ernsthaftere Training’ an. „Ich reite ihn eigentlich sowieso nur fünfmal in der Woche, einmal geht er joggen und meistens hat er einen Tag ganz frei.“ Für Damon Hill stehen als nächstes die Weltcup-Turniere in Amsterdam (Januar) und Neumünster (Ferbuar) auf dem Programm.
Zweite wurde ebenfalls mit einer schönen Vorstellung Desperados unter Kristina Sprehe (77,255 %). Nach den Erfahrungen von Lyon, wo die erste Prüfung von Desperados nicht ganz so glatt gelaufen war, ritt Sprehe heute etwas vorsichtiger durch den Grand Prix. „Ich bin sehr gut zufrieden, Desperados ist gut drauf“, resümierte Sprehe. „Vielleicht war er ein bisschen zu frisch, in einzelnen Lektionen kam ich nicht ganz zum Reiten. Es fehlte heute die letzte Gelassenheit, aber während der Prüfung hat sich das gelegt.“
Chefrichter Peter Holler versuchte auf Nachfrage sehr diplomatisch den Notenunterschied bei Damon Hill zu erklären. 87,234 % hatte das Paar von dem polnischen Richter Dr. Woijciech Markowski erhalten, 79,468 % waren es von dem Briten Andrew-Ralph Gardner. Das sind fast acht Prozent Unterschied! „Wären jetzt mehr Paare auf diesem hohen Level geritten, wäre es vielleicht eher zum Problem geworden, aber im Grunde ist genau das der Grund, warum wir fünf Richter haben. Einer war heute etwas euphorischer, der andere etwas kritischer und die übrigen Drei lagen alle bei 82 %, was die beiden dann ja de in der Endnote auch bekommen haben.“
Etwas abgeschlagener auf Platz sieben landeten heute mit 70,532 Prozent Uta Gräf und Le Noir. Auch B-Kader-Mitglied Hubertus Schmidt hatte mit Lento nicht seinen besten Tag: Platz elf und 67,702 Prozent. "Das war schade. Lento war heute hier in der Halle unheimlich heiß", erklärte Schmidt.