In der Stuttgarter I-Tour hat Dablino unter Anabel Balkenhol heute sicher den Grand Prix mit 75,702 Prozent gewonnen.

Mit einer sehr flüssigen, harmonischen und nahezu fehlerfreien Vorstellung überzeugte das Paar alle fünf Richter gleichermaßen. Highlight waren vor allen Dingen die konstant sanfte Anlehnung, die Wechseltouren und der gesamt fließende Bewegungsablauf. Sicher noch weiter zulegen an Ausdruck könnte der große Fuchs in der Piaff-Passage-Tour. Der Schritt ist nicht die Spezial-Gangart von Dablino, gelang aber heute recht gut und wurde mit Noten zwischen 6 und 7,5 bewertet.
Dorothee Schneider und die elfjährige Fidermark-Tochter Forward Looking wurden Dritte mit 71,468 Prozent, hinter Victoria Max-Theurer und Blind Date (72,128 %). „Doro hat uns wieder sauberes, gutes Reiten gezeigt“, lobte Bundestrainerin Monica Theodorescu. „In den Einerwechseln hat die Stute noch Angst bekommen und hat sich verheddert. Da fehlt noch die Sicherheit.“
Championatskader-Neuling Fabienne Lütkemeier und D’Agostino wurden mit 70,638 Prozent Vierte. „D’Agostino hatte viele Höhepunkte in seiner Prüfung, wie die Galoppwechsel und die Trabverstärkungen“, resümierte Theodorescu. „In der Versammlung dürfte er aber noch mehr zum Tragen kommen.“ Insgesamt wirkte der zwölfjährige De Niro-Sohn relativ stramm in der Oberlinie, wurde aber von Fabi Lütkemeier mit sehr viel Go nach vorne vorgestellt.   
Schon gestern wollte es bei Reitmeister Hubertus Schmidt mit Lento nicht ganz so klappen wie gewünscht, auch heute fehlte dem Kaderreiter das Quentchen Glück. Die elfjährige Dark Diamond wollte zunächst gar nicht um das Viereck, war in der Prüfung dann nicht losgelassen, baute Haken und Ecken ein und stockte bei vielen Übergängen. Mit 64,426 Prozent blieb das Paar unter seinen Möglichkeiten.