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86,775 Prozentpunkte, international persönliche Bestleistung für Helen Langehanenberg und Damon Hill. Damit gewann das Paar in der heutigen Weltcup-Kür in Stuttgart.

Lediglich bei den Deutschen Meisterschaften in Balve hatten die Beiden noch mehr Punkte: 88,40 Prozent. Außerdem lieferten die Deutsche Meisterin und Damon Hill damit das zweitbeste Ergebnis, das je in der Schleyerhalle erritten wurde, nur getopt im Jahr 2009 von Edward Gal und Totilas mit 87,80 Prozent.
„Dami ist für mich immer wieder ein Wunder. Man denkt immer, es geht nicht besser, aber dann wird es doch noch ein kleines bisschen besser. Er hat es heute wieder geliebt, sich zu präsentieren.“ Mit noch mehr Energie und Ausdruck als im Grand Prix war das Paar heute in der Kür unterwegs. Feinabstimmung, Kraft, Dynamik – alles nähert sich immer noch ein kleines bisschen mehr dem Optimum.
Langehanenberg präsentierte in Stuttgart erstmals ihre neue Kür. „Wir wollten mit dieser Kür ein Gesamtwerk schaffen“, erklärt die Mannschafts-Silbergewinnerin von London. „Ein Gesamtwerk aus Musik und Choreographie. Ein Werk, das aufeinander aufbaut.“
‚Wir’ bedeutet in diesem Fall der Komponist Max Guisetti und sie selbst. Zufällig hatte Langehanenberg Guisetti kennen gelernt und war mit ihm ins Gespräch gekommen. Guisetti hat eigentlich nichts mit Pferden zu tun, hat sich aber Takt, Rhythmus und die Bewegung von Dami angesehen und beide zusammen haben dann diese Kür erarbeitet. Die Musik ist eine Mischung aus Klassik und Pop mit Flimmusik-Elementen geworden. „Ich habe die Kür zu Haus zweimal geritten“, erzählt Langehanenberg. „Sie hat mich echt beflügelt. Wir haben auch sehr lange daran gearbeitet, schon lange vor London.“
Die neue Kür kam gut an, bei Reitern, Trainern und Zuschauern, auch wenn der französische Richter Raphael Saleh mit 97 Prozent (!) in der B-Note vielleicht doch etwas übertrieben hat.

Bärenstark geritten
„Tina ist heute bärenstark geritten!“ Trainer Jürgen Koschel strahlte und er hatte Recht. Desperados war ein ganzes Stück besser noch als im Grand Prix. Er ging tolle Passagen und Piaffen, auch wenn er nach der Piaffe zweimal etwas stark an der Hand wurde, aber Kristina Sprehe hat das sehr gut reiterlich im Griff gehabt. Es ist erstaunlich, wie viel Routine und Gelassenheit diese junge Reiterin in der kurzen Zeit im internationalen Spitzensport bekommen hat. Klasse. Mit Insgesamt 82,275 Prozent wurde sie Zweite in der heutigen Weltcup-Kür.

Ranking Weltcup nach drei Stationen
Nach drei von acht Weltcup-Stationen liegt Sprehe nun durch zwei zweite Plätze in Lyon und Stuttgart auf Platz drei des Weltcup-Rankings (34 Weltcup-Punkte). Helen Langehanenberg hat mit dem Sieg in Stuttgart und Platz zwölf mit Fürst Khevenhüller in Odense insgesamt 26 Punkte erritten und liegt derzeit auf Platz sechs des Rankings.