Damon Hill und Helen Langehanenberg – die Beiden sind das aktuelle Vorzeigepaar der deutschen Dressurszene.
In London sind sie höchst knapp an einer olympischen Einzelmedaille vorbeigeschliddert, Ende April in Göteborg schnappten sie sich den Weltcup-Titel.
Für die Deutschen Meisterschaften ab morgen in Balve sind sie „gut drauf“. „Nach dem Weltcup-Finale hatte Dami wie immer seine Pause und etwa drei Wochen vor der DM haben wir wieder richtig mit dem Training angefangen. Er fühlt sich gut an und ich denke, seit vergangenem Jahr ist alles noch sicherer, noch selbstverständlicher geworden.“ Sie wird dieselbe Kür reiten, die sie auch bei den Olympischen Spielen präsentiert hat, zu einem Musikmix aus Klassik und Pop.
Zwei weitere Neunjährige bringt die doppelte Deutsche Meisterin des vergangenen Jahres mit nach Balve: Cote d’Azur TSF v. Cadeau und den gekörten Rohjuwel OLD v. Rohdiamant. Mit diesen beiden Youngstern geht sie im Louisdor-Preis an den Start, der Grand Prix-Serie für Nachwuchspferde. „Rohjuwel ist mein großer, dicker Teddy, von dem ich total begeistert bin“, schwärmt Helen Langehanenberg. „Er hat noch mal eine gewaltige Entwicklung gemacht, seitdem wir konstant an den Grand Prix-Lektionen arbeiten. Vor allen Dingen Piaffe und Passage machen ihm unheimlich viel Spaß und ich glaube, er hat dadurch noch einmal mehr Biss und Ehrgeiz bekommen.“ Für Rohjuwel wird der Louisdor-Preis in Balve der erste Grand Prix-Auftritt sein, bisher ist er nur bei einer Inter I am Start gewesen – ebenso seine Stallnachbarin Cote d’Azur. „Sie hat eine sehr gute Einstellung, ist eine Kämpferin. Das war schon immer bei ihr so, dass sie absolut nichts falsch machen will.“