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Die Titelverteidigerin Helen Langehanenberg hat alles so gemacht, wie man es ‚erwartet’ hat: Sie hat einen Grand Prix noch nicht mit dem letzten Risiko, aber auf fantastisch lässigem Niveau gezeigt und mit über 80 Prozent gewonnen. Heute im Special hat sie ein Schippchen draufgelegt – und mit 82,167 Prozent  gewonnen. Helen Langehanenberg hat damit ihren Special-Titel verteidigt und strahlte: „Ich hatte heute ein Spitzengefühl!“
Die Silbermedaille ging an das Pechpaar des vergangenen Jahres: Isabell Werth und Don Johnson. 2012 mussten sie die DM abbrechen, weil ‚Johnny’ plötzlich lahm ging, 2013 zeigte Werth einen unglaublich gereiften, ‚seriösen’ Don Johnson. Sowohl im Grand Prix als auch im Special (78,125 %) erreichte das Paar seine persönliche Bestleistung!
Bronze ging an Dablino und Anabel Balkenhol. Gestern hatte sich der imposante Fuchs noch nicht ganz losgelassen im Schritt gezeigt, das war heute viel besser. Ausbaufähig sind heute noch die Piaffen gewesen, aber gerade beispielsweise die Galoppwechsel waren absoluter Genuss. Mit 76,292 Prozent wurde das Paar Dritter des Special.
Eine klasse Runde legte auch das jüngste Mitglied des Championatskaders hin: Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino. Mit 74,667 Prozent wurden die beiden Vierte.
Morgen steht ab 10.00 Uhr die Kür auf dem Programm, ein weiterer Titel wird vergeben werden.
Für die Herren sieht es in diesem Jahr schlechter aus. Im vergangenen Jahr konnte noch Matthias Rath die Männer auf dem Podest vertreten, bester männlicher Vertreter war in diesem Jahr Christoph Koschel mit Rostropowitsch auf Platz acht im Special.
Cheftrainerin Monica Theodorescu hatte ihre Freude am Special der Deutschen Meisterschaft: „Das war toller Sport. Viele Pferde waren noch sicherer als gestern im Grand Prix unterwegs.“
Besonders erfreulich war auch die erste Hälfte des Special. Fünf junge Reiterinnen unter 30 überzeugten mit sehr gutem Reiten und sehr gutem Grundsitz, die meisten von ihnen waren mit selbst ausgebildeten Pferden am Start. Das macht Laune für die Zukunft.
Morgen nach der Kür wird der Dressurausschuss tagen und entscheiden, wer in Aachen in der Mannschaft an den Start geht. Nicht selten war die Aachen-Mannschaft dann auch die Championatsmannschaft. In diesem Jahr allerdings will eine junge Dame, die nicht in Balve am Start ist, da auf jeden Fall noch ein Wörtchen mitreden. Kristina Sprehe hat Dispens in Balve, weil Desperados sich nach seiner Verletzung noch weiter stabilisieren soll. Sie wird dadurch voraussichtlich in Aachen nicht zur Mannschaft gehören, hat aber ganz sicher Perspektive für die EM Ende August in Herning.