„Grundsätzlich gilt bei Isabell Werth bis zum endgültig rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung“, erklärte am Rande der Deutschen Meisterschaften in Balve der Vorsitzende des Dressur-Ausschusses, Klaus Roeser. „Das ist so, weil es sich nicht um Doping, sondern um Medikation handelt.“ Zurzeit geht es noch um ein laufendes Verfahren vor der Disziplinar-Kommission der FN. „Selbst wenn die Disziplinar-Kommission zu einem für Isabell Werth negativen Urteil kommen würde“, so Roeser weiter, „hätte Isabell die Möglichkeit, vor das große Schiedsgericht zu gehen. Im Falle dessen würde das Urteil der Disziplinar-Kommission aufgehoben und es würde erneut die Unschuldsvermutung gelten.“ Bis all das geklärt ist, muss und wird, betonte Roeser, Isabell Werth wie jeder andere Sportler behandelt und rein aufgrund ihrer sportlichen Leistungen bewertet.

Eine Medikationskontrolle von El Santo bei der Rheinischen Meisterschaft in Langenfeld im Juni 2012 hatte die verbotene Substanz Cimetidin nachgewiesen. Isabell Werth bestreitet, El Santo mit dieser Substanz behandelt zu haben und setzt alle Hebel in Bewegung, den Fall aufzuklären.