Mit fünf Youngstern im Gepäck ist Disziplintrainer Jonny Hilberath zum Nationenpreisturnier ins niederländische Rotterdam gereist – und er ist begeistert.
„Keiner dieser ‚Jungs’ und ‚Mädchen’ hat vorher schon einmal eine solche Kulisse erlebt wie hier in Rotterdam. Das ist schon beeindruckend“, schwärmt Hilberath. „Und die Pferde sind ja auch noch relativ jung. Die Truppe ist insgesamt respektvoll gegenüber dieser Veranstaltung, aber keiner will hier Punkte liegen lassen. Sie sind unglaublich fokussiert und jeder nimmt hier auch etwas mit nach Hause. Ich denke, das bleibt ein unvergessliches Erlebnis!“
In Absprache mit Cheftrainerin Monica Theodorescu war die Entscheidung gefallen, mit dieser – zumindest international relativ unerfahrenen Mannschaft – zum Traditionsturnier nach Rotterdam zu reisen. „Die Kaderreiter gehen alle nächste Woche in Aachen an den Start, aber wir wollten auch gerne mit einem Team nach Rotterdam, also haben wir auf die nächsten Paarungen zurückgegriffen, um auch denen eine Chance zu geben und auch als Anerkennung", erklärt Hilberath.

Für das deutsche Team sind in Rotterdam am Start:
Johanna von Fircks mit Nymphenburgs Rockport OLD (11)
Stephan Köberle mit Darjeeling (12)
Benjamin Werndl mit Der Hit (10)

In der I-Tour waren am Start:
Steffen Frahm mit Damsey (11)
Annabel Frenzen mit Cristobal (14)

Das deutsche Team hat nach dem Grand Prix den fünften Platz belegt. Das mag, so Hilberath, statistisch gesehen nicht überwältigend sein, aber „im Ganzen gesehen sind wir sehr happy. Da waren Weltmeister und Olympiasieger in den anderen Teams und wir waren nur mit gut einem Prozent von Platz drei entfernt.“ Zudem ist das deutsche Team nur mit drei Reitern und nicht wie die meisten anderen Teams mit vier Reitern angereist.
Fast alle deutschen Youngster-Paare – sowohl in der O- als auch in der I-Tour – hatten einige Fehler in ihren Vorstellungen. Bei manchen waren die Pferde von der Kulisse beeindruckt, bei anderen waren es auch die Reiter. Aber was Hilberath besonders freute: „Alle hatten ihre Pferde gut in Schuss, reiten richtig gut und haben wirklich gute Elemente in ihren Vorstellungen. Da gab es durchaus auch Achter für Piaffen oder Pirouetten beispielsweise.“ Nicht vergessen dürfe man auch, dass in Rotterdam an den Tischen ausnahmslos O-Richter sitzen, also genau die Richter, die auch auf Championaten zum Einsatz kämen, so Hilberath weiter.

Während die I-Reiter mit Grand Prix und Special schon fertig sind, steht für die O-Reiter heute (Freitag) Nachmittag noch der Special auf dem Programm und am Samstagabend die Kür.

Genaue Ergebnisse und weitere Infos unter: www.chio.nl