Ein Riesenerfolg für das neue Kadermitglied Jenny Lang: Platz zwei in der Grand Prix-Kür der I-Tour in Aachen!

Jenny Lang und Loverboy    76,175 % – Platz zwei!
Jenny Lang strahlt, winkt und lacht: Kürreiten macht Spaß – vor allen Dingen wenn es so gut klappt wie bei Jenny Lang und Loverboy. Mit einer nahezu fehlerfreien, technisch interessanten Kür setzte sich die 26-Jährige an die Spitze. Es war ein Genuss diesem Paar zuzugucken. Der Musikbeginn war fast wie ein Startschuss für Loverboy: Er startet mit ‚full speed’ los und Jenny Lang hatte alle Hände voll zu tun, halbwegs gesittet ins Viereck einzureiten. Ganz schnell hat sich Loverboy aber überreden lassen und sich wieder voll auf die Pink-Panther- und Disney-Musik konzentriert.

Nadine Capellmann und Girasol        74,85 %
Die Musik passt zum Pferd und vereint eine gewisse Leichtigkeit mit Bedeutung – es ist Musik von der Buddha-Bar und Nadine Capellmann hat sie bei ihrem letzten Strandurlaub entdeckt. Natürlich hat Nadine Capellmann die super ausdrucksvollen Passagen von Girasol in ihrer Kür sehr betont, zu Beginn und am Ende der Kür. Sie haben toll gesetzte doppelte Pirouetten gezeigt, aber sie hatten auch ein paar Haken drin: ein kurzes Widersetzen in der Piaff-Pirouette, Fehler in der Hinterhand bei den Einerwechseln und am Ende des starken Galopps. Trotzdem: eine ausdrucksvolle, spannende Kür!

Ingrid Klimke und Dresden Mann    72,75 %
Vor ein paar Stunden hat sie in der Aachener Soers mit dem deutschen Team den Nationenpreis der Vielseitigkeitsreiter gewonnen, am Abend ging sie in der Grand Prix Kür mit Dresden Mann an den Start. Allein das ist eine Sonderleistung. Seit Balve hat Ingrid Klimke ihre Kür noch einmal einem ‚Feinstyling’ unterzogen, hat sich für die Galopptour etwas mehr Zeit eingebaut und die Musik leicht verändert. Dresden Mann fühlte sich offensichtlich durch die Atmosphäre ‚gut animiert’, war mit viel power unterwegs und ließ hier und da etwas an Losgelassenheit zu wünschen übrig. Trotzdem: die Galopptour hat gewonnen und die Musik macht Spaß!


Christoph Koschel und Rostropowitsch    72,70 %
Mit ‚Rösti’ hat Christoph Koschel seine ehemalige Sting-Kür von Championatspferd Donnperignon in Aachen gezeigt – eine schwere Kür, aber der elfjährige Rockwell-Sohn hat das gut gemanagt. Lediglich am Ende war der ‚Gang etwas raus’ und Rösti ließ die letzte Passage-Piaff-Tour mehr oder weniger aus. Die schweren Galopp-Reprisen mit Traversalverschiebungen, daraus die Serienwechsel, starker Galopp, doppelte Pirouette hat er willig mitgemacht. In den Galoppwechseln hätte er allerdings insgesamt mehr nach vorne ziehen dürfen.


Isabell Werth und Der Stern            71,375 %
Leider war Der Stern heute etwas durcheinander in der Gute-Laune-Kür von Isabell Werth. In den Wechsel war er völlig aus dem Rhythmus mit einem Fragezeichen auf der Stirn, in den Zweierwechseln auf gebogener Linie schlichen sich auch Fehler ein. Aber er hat auch tolle Schwierigkeiten gezeigt: Passage-Traversale, doppelte Pirouetten und aus dem Galopp angesetzte Piaffen. In Wiesbaden war er an Pfingsten bei seiner ersten internationalen Kür am Start und gewann mit mehr als 75 Prozent, heute hat es ‚nur’ zu 71,375 Prozent gereicht. Nicht zu vergessen: Dem zwölfjährigen Dormello-Sohn fehlen zwei Jahre Erfahrung und konstantes Training aufgrund einer langwierigen Verletzung, erst seit gut einem Jahr ist er wieder beständig im Training.

Fabienne Lütkemeier und Qui Vincit Dynamis        70,70 %
Mit ‚Quinci’ zeigte Fabi Lütkemeier die ehemalige Amando-Kür ihrer Mutter. „Ich kenne die Kür in- und auswendig. Sie gefällt mir und ich finde, sie passt zu Quinci.“ Leider schlichen sich heute ein paar Fehler ein wie zum Beispiel das Angaloppieren in der Trabtour.