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Es sind noch sieben Wochen bis zur EM, die Favoritin steht fest!
Deutsche Kür-Ergebnisse vom Großen Dressurpreis in Aachen
1. Damon Hill unter Helen Langehanenberg    85,30 %
2. Don Johnson unter Isabell Werth 82,075 %
6. Dablino unter Anabel Balkenhol 78,25 %

Es ist nicht wirklich eine Überraschung, dass Helen Langehanenberg und Damon Hill sich nach den Siegen in Grand Prix und Special auch den Sieg im Großen Dressurpreis von Aachen, der Kür, gesichert haben, aber es ist fast unheimlich mit welcher scheinbaren Leichtigkeit das Paar den Rest der internationalen Dressurwelt in die Schranken weist!
85,30 Prozent scheinbar mühelos erritten,. Hilfengebung, die kaum sichtbar ist. Sensationeller Schritt, herrlich fließende Übergänge, geschmeidige Traversalen. Die ganze Kür aus einem Guss, strotzend vor Eleganz, Harmonie und Ausdruck. Es ist der pure Genuss!
„Ich habe es von der ersten bis zur letzten Sekunde genossen“, betonte auch Helen Langehanenberg. „Vor dem Einreiten bockte Dami noch einmal los, da dachte ich nur: Hoho, nicht zu viel“, ergänzt sie und lacht. Und fügt noch an: „Ich möchte mich auch bei Klaus Balkenhol bedanken. Er hat das spezielle Händchen, uns nie zu überfordern, aber trotzdem einen immer wieder anzuspornen.“
Dickes Lob gab es auch von höchster Stelle, der Cheftrainerin Monica Theodorescu: „Damon Hill war heute besonders schön in der Anlehnung und dadurch hat er noch einmal mehr Ausdruck bekommen. Und Helen ist sehr präzise geritten, sensationell, mit noch mehr Piaff-Tritten. Das war Harmonie pur!“ Die herausragenden Stärken der Olympiavierten beschreibt Theodorescu, neben ihren reiterlichen Fähigkeiten, so: „Helen ist immer total auf ihren Ritt, ihre Arbeit und ihr Pferd fokussiert. Sie hat einen Tunnelblick, ohne dabei verbissen zu sein.“

Etwas überraschend war fast der irrsinnig starke Auftritt von Isabell Werth und Don Johnson. ‚Johnny’ hatte sich bei den vergangenen Turnieren schon sehr gut und stabil präsentiert, aber in Aachen hat er sich im Steilflug noch einmal verbessert. Nach einem Grand Prix mit Schwächen wegen zeitlicher ‚Probleme’ (wir berichteten), zeigte er schon einen sehr guten Special und heute in der Kür übertraf sich das Paar selbst. Super zufrieden und konstant war der Zwölfjährige heute in der Anlehnung. Diese Zufriedenheit spiegelte sich in seinem gesamten Körper wieder: ganz locker passagierte und piaffierte der Don Frederico-Sohn, setzte sich aufs Beeindruckendste in den Pirouetten und war voll konzentriert. Diesen wahnsinnig schweren Übergang von der Galopp-Pirouette in die Piaff-Pirouette beherrscht er wie kaum ein zweites Pferd. Die internationale Dressurrichterin Katrina Wüst spricht von der „wohl schwersten Kür überhaupt“, aber Johnny hat damit gar kein Problem. Er ist nach jahrelanger konstanter Arbeit tatsächlich voll auf der Seite seiner Reiterin, 100 Prozent durchlässig und mit feinster Kommunikation zu ‚steuern’.
„Ich bin unheimlich glücklich mit Don Johnson“, schwärmte auch die Cheftrainerin. „Dass Isabell das alles kann, das wissen wir schon lange, aber Don Johnson hat schon manchmal andere Ideen. Heute hat er das ganz toll gemacht. Auch der Ritt von Isabell und Don Johnson war ein sehr harmonischer Ritt!“

Anabel Balkenhol und Dablino konnten leider weder im Special noch in der Kür an ihre fantastische Leistung aus dem Grand Prix anknüpfen. Dablino war durchweg an allen Tagen in richtig guter Form, aber heute unterliefen dem Paar wiederum einige Fehler. So kamen am Ende 78,25 Prozent zusammen, Platz 6.