Unterschiedlicher können die ausgezeichneten kaum sein: Sie groß und fuchsfarben, er eher klein und rappschwarz. Aber beide sind schon jetzt Spitzen-Dressurpferde…
… und wurden vom DOKR-Dressurausschuss mit dem Otto-Lörke Preis für das beste Grand Prix-Nachwuchspferd geehrt.

Die Preisträger 2013 sind bereits recht bekannte Pferdepersönlichkeiten. Die westfälische Stute Bella Rose, Tochter des Belissimo aus der Zucht von Heinrich und Wilhelm Strunk (Bochum), gehört Madeleine Winter-Schulze. Isabell Werth setzte die elegante neunjährige Stute in diesem Jahr sowohl im Louisdor-Preis ein, der Serie für Grand-Prix-Nachwuchspferde, als auch im „großen“ Sport: Vier Siege in Grand Prix und Grand Prix Special gelangen auf den topbesetzten CDI in München und Perl-Borg. Es ist übrigens das elfte Mal, dass Isabell Werth ein junges Pferd zum Otto-Lörke-Preis führt – absoluter Rekord.
Eine Premiere hingegen ist die Ehrung für Ingrid Klimke (Münster). Die Vielseitigkeitschampionesse hat mit Dresden Mann einen vielversprechenden Hengst unter dem Sattel, der im internationalen Dressursport sein Weg machen wird. Dresden Mann, der dem Briten Clodagh Wallace gehört, stammt von Dresemann ab, einem Urenkel des Jahrhundertvererbers Donnerhall. Sein Züchter ist der bekannte Münsteraner Hengsthalter Hubert Vornholt. Wie Bella Rose trägt Dresden Mann den westfälischen Brand. Dresden Mann startete 2013 mit zwei Siegen auf Grand Prix Niveau in Münster in die Saison. Ebenso konnte er den Louisdor-Nachwuchspferde Grand Prix in Hagen gewinnen. Topplatzierungen bei der Deutschen Meisterschaft, in Aachen (CDI) und ein Sieg im Grand Prix beim Turnier der Sieger in Münster folgten.
Beide Reiterinnen erhalten einen Ehrenpreis der „Liselott Schindling Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports“ sowie eine Leistungsprämie des DOKR in Höhe von 1.500 Euro.
Initiiert hat den Preis Liselott Schindler-Rheinberger, Deutschlands erste Olympiasiegerin im Pferdesport (Dressur 1972) und einst selbst Schülerin von Otto Lörke. Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk des herausragenden Berufsreiters und Ausbilders Otto Lörke (1879-1957) und wird seit nunmehr 28 Jahren vom DOKR verliehen.