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Zum 40. Mal hat das deutsche Quartett den Nationenpreis in Aachen gewonnen – aber mit unerwarteten Momenten…

 

Mit 468,285 Punkten hat Team GER gewonnen, deutlich vor den Vorjahressiegern aus Dänemark und den Briten.

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Aber der Sieg war durchaus spannender als es hier auf dem Papier aussieht: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera hatte einige ungewohnten Ecken drin. In der Grußaufstellung zu Beginn zuckte sanft ihr rechtes Hinterbein (ähnlich wie im Grand Prix), in der Piaffe aus dem Schritt fand Dalera nicht direkt in den Takt und die Einerwechsel zwischen den Pirouetten begannen ziemlich Durcheinander. Dennoch: die Highlights bei diesem Paar sind so grandios, dass es auch heute für den Sieg mit 81,021 Prozent gereicht hat. Für einen Moment der Atemlosigkeit sorgte Frederic Wandres. Statt der Zweierwechsel legte er im starken Galopp los, bemerkte sein Versehen nach wenigen Galoppsprüngen und wechselte ruckzuck in die Zweier, von denen er tatsächlich auch noch alle neun auf die Diagonale 'quetschte'. Hut ab – besser hätte man diesen Aussetzer nicht korrigieren können. Beim Angaloppieren hatte Bluetooth noch kurz nach dem Schenkel gekickt und bei den Einern zwischen den Pirouetten blieben auch diese Beiden nicht ganz fehlerfrei. Und auch hier folgt ein dickes Dennoch: Dieses Pferd ist in super Verfassung und hat noch mal einen Riesensatz in seiner Entwicklung gemacht (Platz 6, 76 %). Eine Schippe draufgelegt haben zu Beginn ihrer Prüfung auch Quantaz und Isabell Werth. Das Paar war wirklich gut unterwegs bis zu einer Störung am Ende der Einerwechsel. Man hatte den Eindruck, dass sich Quantaz im genau falschen Moment etwas irritiert fühlte und noch zwei Wechsel an die 15 Einer angehängt hat. Danach war der Wurm drin: Er sprang zu Beginn des starken Galopps um und hängte gleich an die Einer zwischen den Pirouetten auch noch zwei Extrawechsel an. Die Einer zwischen den Pirouetten entpuppten sich heute zum deutschen 'Spezialmoment'. Mit großer Spannung wurde Fendi erwartet. Nach seinem von Unsicherheit geprägten Grand Prix hat er heute mit Sönke Rothenberger einen großen Schluck Selbstvertrauen mit aus der Prüfung genommen. Rothenberger steuerte den Neunjährigen gefühlvoll und ohne Stress durch diesen Special, genau wie es dieses Pferd gebraucht hat. Chapeau!

Die 18 besten Paare gehen am Sonntag in der Kür an den Start. Sönke Rothenberger und Fendi landeten zwar im Special auf Platz zehn, aber pro Nation dürfen nur drei Reiter in die Kür – wie bei einem Championat, deshalb werden im Großen Dressurpreis von Aachen die anderen drei Teammitglieder um die große Ehre reiten.

HIER geht's zu den Ergebnissen des Specials.

 

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